Seveso liegt in der lombardischen Provinz Monza und Brianza, etwa zwanzig Kilometer nördlich von Mailand. Der Ort erstreckt sich in einer ländlich geprägten Landschaft, durch die sich der Fluss Seveso schlängelt. Im Norden grenzt er an Meda und Seregno, im Süden an Cesano Maderno und im Westen an Cogliate. Die Gemeinde ist verkehrlich gut angebunden, etwa durch die Staatsstraße 35, die nach Como führt, sowie durch eine Eisenbahnlinie der Ferrovie Nord Milano.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die gallisch-römische Zeit zurück. Im Mittelalter unterstand Seveso der Gerichtsbarkeit des Klosters Meda, das hier im achten Jahrhundert entstand. Im 13. Jahrhundert begann die eigenständige Entwicklung mit dem Bau der Peterskirche. Später prägten Adelsfamilien wie die Arese das Stadtbild durch bedeutende Bauwerke. Eine schwere Umweltkatastrophe im Jahr 1976, bei der giftiges Dioxin freigesetzt wurde, machte den Namen Seveso weltweit bekannt und führte zu strengeren EU-Richtlinien.
Heute ist die Wirtschaft vor allem mit der Möbelindustrie verbunden, daneben spielen mechanische Fertigung und Materialproduktion eine Rolle. Persönlichkeiten wie der Kardinal Carlo Confalonieri oder der Fußballspieler Antonio Comi stammen aus Seveso. Die Stadt verbindet damit historische Wurzeln mit moderner Industrie und prägenden Persönlichkeiten.