Šluknov liegt im Norden Böhmens, eingebettet im Böhmischen Niederland, das hier als Schluckenauer Zipfel in die sächsische Landschaft ragt. Der Silberbach durchzieht die Stadt und mündet nahebei in den Koschelbach. Südlich erhebt sich der Schweidrich, während ein Grenzübergang im Ortsteil Rožany nach Sohland an der Spree führt.
Die Stadt wurde im 14. Jahrhundert von den Berka von Dubá gegründet, doch schon zuvor bestand hier eine slawische Siedlung namens Slanknov. Im 15. Jahrhundert wurde Šluknov zu einem Zentrum der Hussitenbewegung, deren Truppen von hier aus in die Lausitz vorstießen. Später wechselten die Besitzer häufig, darunter die Grafen von Mansfeld und Harrach, die das Schloss und ein Hospital prägten. Großbrände, Plünderungen während der Napoleonischen Kriege und die Vertreibung der deutschen Bevölkerung nach 1945 hinterließen tiefe Spuren in der Stadtgeschichte.
Heute ist Šluknov vor allem für sein saniertes Schloss bekannt, das nach dem Brand wiederaufgebaut wurde und heute als Kultur- und Touristenort dient. Ein Kriegerdenkmal erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Die Stadt ist Teil der Fünfgemeinde, einem grenzüberschreitenden Verbund mit deutschen Nachbarorten, der die Zusammenarbeit in der Region stärken soll.