Soběslav liegt in Südböhmen, etwa zwanzig Kilometer südlich von Tábor, auf 405 Metern Höhe. Die Stadt breitet sich am Zusammenfluss von Lainsitz und Černovický potok aus und umfasst eine Fläche von zweitausend Hektar. Zu ihren Ortsteilen zählen unter anderem Nedvědice und Chlebov.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde Soběslav im Jahr 1293, doch erst 1390 erhielt sie von Heinrich III. von Rosenberg die Stadtrechte. Jahrhundertelang blieb die Stadt im Besitz der Rosenberger, die prägende Bauwerke wie die Burg errichten ließen. Im 15. Jahrhundert wurde Soběslav zweimal von Truppen Ulrichs II. von Rosenberg eingenommen und niedergebrannt.
Die Stadt besticht durch ihre historischen Bauwerke, darunter die frühgotische Peter-und-Paul-Kirche mit ihrem 68 Meter hohen Turm und die Kirche des hl. Veit aus der Zeit Wenzels IV. Die ehemalige Rosenberger Burg beherbergte zeitweise den böhmischen König Wenzel IV. Heute finden hier bedeutende Musikfestivals statt, etwa das Kammermusikfestival im Juli oder das Blasmusikfest Kubešova Soběslav, eines der größten seiner Art in Tschechien.