Štětí liegt in Nordböhmen am rechten Elbufer, umgeben von einer flachen Landschaft. Die Stadt ist etwa zehn Kilometer von Roudnice nad Labem entfernt und etwa 50 Kilometer von Prag. Die Elbe prägt das Bild und diente lange als wichtige Verkehrsader.
Die erste Ansiedlung entstand aus einem Meierhof der Herrschaft Melnik und wurde später zur freien Schutzstadt. Im 16. Jahrhundert schlossen sich Handwerker zu Innungen zusammen, und die ältesten Stadtbücher stammen aus dieser Zeit. Die Stadt erlebte kriegerische Einfälle, darunter während des Dreißigjährigen Krieges und des Siebenjährigen Krieges, sowie mehrere Brände und Hochwasser. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Štětí zu einem Industriestandort mit einer großen Papierfabrik.
Štětí besticht durch sein regelmäßiges Straßenbild mit zwei zentralen Plätzen, dem Großen und dem Kleinen Ring. Die Stadtkirche St. Simon und Juda geht auf einen Bau aus dem Jahr 1300 zurück und beherbergt wertvolle Kunstwerke. Persönlichkeiten wie der Bischof Johann Andreas Kayser von Kaysern oder der Fallschirmspringer Franz Reichelt stammen aus Štětí. Die Umgebung mit ihren Obst- und Weinbaugebieten rundet das Bild ab.