Stiwoll liegt in der Weststeiermark, etwa fünfzehn Kilometer westlich von Graz, und wird vom Fluss Lieboch durchzogen, einem Nebenfluss der Kainach. Die Gemeinde gehört zum Bezirk Graz-Umgebung und umfasst neben dem Hauptort Stiwoll mehrere Ortsteile wie Fallentsch, Farmegg und Kornberg. Die Landschaft ist von sanften Hügeln und landwirtschaftlich genutzten Flächen geprägt.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, als eine Rundnackenaxt aus dieser Zeit gefunden wurde. Kelten, Römer und später Slawen hinterließen ihre Spuren, bevor im Mittelalter die Christianisierung begann. Die erste urkundliche Erwähnung von Stiwoll stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert, und die romanische Knappenkapelle sowie ein Taufstein zeugen von dieser Epoche.
Heute ist Stiwoll vor allem durch seine ländliche Idylle und die historische Kirche bekannt. Die Gemeinde entwickelte sich von einer von Kriegen und Krisen geprägten Region zu einem Ort mit moderner Infrastruktur. Ein tragisches Ereignis im Jahr 2017 machte Stiwoll überregional bekannt, als ein Bewohner für eine Schießerei verantwortlich gemacht wurde. Dennoch bleibt die Gemeinde ein ruhiger Wohnort inmitten der steirischen Hügellandschaft.