Strobl liegt im Salzburger Flachgau am Ostufer des Wolfgangsees, einem Teil des Salzkammerguts. Die Gemeinde erstreckt sich vom Zinkenbach im Nordwesten bis zum Bürglstein im Südosten, wo der See auf 538 Meter Höhe liegt. Im Süden reicht das Gebiet bis zur Ischler Ache, während das Weißenbachtal mit der Postalm in die Voralpen führt. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln, dem weiten Seeufer und markanten Bergen wie dem Sparber.
Der Name Strobl geht auf das 14. Jahrhundert zurück und bezieht sich auf einen Mann namens Friedrich Stroblo, der als erster eine Fischteichanlage am damaligen Abersee besaß. Im 16. Jahrhundert entwickelte sich um ein Wirtshaus der Familie Strobl ein kleiner Ort, der sich nach und nach ausbreitete. Wirtschaftlich lebte Strobl lange vom Postverkehr, als hier eine wichtige Station der Thurn-und-Taxis-Post entstand. Mit dem Anschluss an die Salzkammergut-Lokalbahn 1890 wurde der Ort für Ausflügler aus Bad Ischl und Salzburg attraktiv.
Heute ist Strobl vor allem für seine sommerlichen Badetage am See bekannt, wo warme Wassertemperaturen und Naturstrände Besucher anlocken. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Pfarrkirche zum Heiligen Sigismund und historische Villen wie die Deutschvilla, die heute als Kulturzentrum dient. Die Postalm in den Osterhornbergen bietet ein beliebtes Schigebiet im Winter. Die Gemeinde pflegt enge touristische Verbindungen mit St. Gilgen und St. Wolfgang und ist Teil der Ferienregion Wolfgangsee.