Šumperk liegt im Norden Mährens, eingebettet zwischen den sanften Hügeln des Altvatergebirges und dem Fluss Desná. Die Stadt ist umgeben von einer hügeligen Landschaft, die von Wäldern und Wiesen geprägt ist. Durch ihre Lage an der Grenze zu Schlesien war sie historisch ein wichtiger Knotenpunkt zwischen verschiedenen Regionen.
Die Geschichte Šumperks reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, als das Dorf im Besitz des Adelsgeschlechts Waldstein war. Im 13. Jahrhundert wurde es zur Stadt erhoben und erhielt durch Markgraf Karl Bergrechte. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Stadt mehrfach die Besitzer, darunter die Herren von Leipa und später die Familie Žerotín. Šumperk war Schauplatz religiöser Konflikte, insbesondere während der Reformation und Gegenreformation, sowie von Hexenverfolgungen im 17. Jahrhundert. Wirtschaftlich prägte vor allem die Textilindustrie das Stadtbild, die sich im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte.
Heute beeindruckt Šumperk mit einer Mischung aus historischen und modernen Bauwerken. Dazu gehören die barocke Klosterkirche Mariä Verkündigung, das neugestaltete Rathaus und die Evangelische Kirche. Besonders sehenswert ist der Stadtrundgang „Auf den Spuren von Klein-Wien“, der zu 24 historischen Stätten führt. Die Stadt pflegt internationale Beziehungen durch Städtepartnerschaften und beherbergt ein tschechisch-deutsches Begegnungszentrum, das an die gemeinsame Geschichte erinnert.