Svitavy liegt in Ostböhmen am Fluss Svitava auf etwa 434 Metern Höhe, rund fünfzehn Kilometer südöstlich von Litomyšl. Die Stadt gehört heute zur Region Pardubice und war einst Teil der deutschen Sprachinsel Schönhengstgau. Zu ihr zählen auch die eingemeindeten Orte Lačnov und Lány.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1256, als ein Olmützer Bischof hier eine Pfarrei gründete. Seit 1330 trägt er Stadtrechte und wechselte mehrfach die Herrschaft, darunter durch die Hussiten und später durch die Bischöfe von Olmütz. Im 16. Jahrhundert erlebte Svitavy eine wirtschaftliche Blüte, litt aber im Dreißigjährigen Krieg schwer. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem Zentrum der Textilindustrie und war bis 1945 überwiegend deutschsprachig besiedelt.
Die Stadt besticht durch ihren historischen Kern mit langgestrecktem Ringplatz, Bogengängen und barocken Bürgerhäusern. Besonders sehenswert sind das Alte Rathaus, das Ottendorfer-Haus und die Friedhofskirche St. Ägidius. Ein bekanntes Wahrzeichen ist die Skulptur für Oskar Schindler, der hier geboren wurde. Zudem beherbergt Svitavy ein Esperanto-Museum und den Jan-Palach-Park mit einem Lehrpfad durch die Region.