Talgarth liegt im Süden von Powys in Mittelwales, eingebettet am Fuß der Black Mountains. Die kleine Marktstadt ist etwa 19 Kilometer von Crickhowell, 31 Kilometer von Brecon und 24 Kilometer von Builth Wells entfernt. Ihr Name leitet sich aus dem Walisischen ab und bedeutet „Ende des Bergkamms“, was auf ihre Lage am Rand eines Höhenzugs hinweist.
Erste Spuren reichen bis in die römische Zeit zurück, als hier der britische Anführer Caratacus gegen die Römer kämpfte. Später wurde Talgarth zur Residenz des Königs Brychan von Brycheiniog, der mit seiner großen Familie das Christentum in der Region verbreitete. Die Normannen bauten eine Burg, um die wichtigen Passstraßen zu kontrollieren, und Talgarth entwickelte sich zu einem wichtigen Ort in der Region. Im 18. Jahrhundert spielte die Stadt eine Rolle in der walisischen Jakobitenbewegung, die sich für die Rückkehr der Stuarts einsetzte.
Heute prägen historische Bauwerke wie die mittelalterliche Pfarrkirche und ein alter Wehrturm das Bild. Die restaurierte Talgarth Mill, eine der wenigen funktionierenden Wassermühlen im Brecon-Beacons-Nationalpark, zieht Besucher an. Jährlich finden Feste wie das Talgarth Festival of the Black Mountains statt, das die ländliche Kultur feiert. Die umliegenden Berge bieten Möglichkeiten zum Wandern, Reiten und Segelfliegen, während archäologische Stätten wie das neolithische Grab Penyrwrlodd auf eine lange Besiedlungsgeschichte hinweisen.