Terni liegt in einer fruchtbaren Ebene im Süden Umbriens, wo die Flüsse Nera und Serra zusammenfließen. Etwa hundert Kilometer nordöstlich von Rom und dreißig Kilometer südlich von Spoleto gelegen, ist die Stadt mit ihren über zweihundert Quadratkilometern Fläche eine der größten der Region. Die Ortsteile verteilen sich von den Flussufern bis in höhere Lagen, wo kleine Dörfer wie Cesi oder Collestatte nur wenige hundert Einwohner zählen.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die Zeit der Umbrer zurück, doch unter den Römern wurde sie als Interamna zu einem wichtigen Knotenpunkt an der Via Flaminia. Berühmt ist die antike Wasserableitung, die der Konsul Manius Curius Dentatus anlegen ließ, um Sümpfe trocken zu legen und so den Grundstein für den heutigen Wasserfall Cascata delle Marmore legte. Später prägte die Industrie die Stadt, die im 19. Jahrhundert zum wirtschaftlichen Zentrum Umbriens aufstieg und wegen ihrer Stahlwerke den Beinamen „Manchester Italiens“ erhielt.
Heute beeindruckt Terni mit einem römischen Amphitheater, das noch immer für Veranstaltungen genutzt wird, und einem barocken Dom, der auf älteren Fundamenten steht. Der heilige Valentin, Schutzpatron der Stadt, wird in einer Basilika im Süden verehrt. In der Umgebung locken der künstlich angelegte Wasserfall und der See von Piediluco, wo eine mittelalterliche Burg über dem Ort thront. Die Stadt verbindet damit antike Spuren, industrielle Vergangenheit und eine lebendige Kulturlandschaft.