Tittmoning liegt im oberbayerischen Landkreis Traunstein, am Westufer der Salzach gegenüber der österreichischen Gemeinde Ostermiething. Die Stadt ist Teil des Rupertiwinkels und wird von der Bundesstraße 20 erschlossen. Mit ihrer malerischen Lage an der Grenze zu Oberösterreich verbindet sie alpine und flussnahe Landschaft.
Erstmals erwähnt wird der Ort im späten 8. Jahrhundert unter dem Namen „Titamanninga“ in einem salzburgischen Güterverzeichnis. Im 13. Jahrhundert erhob der Salzburger Erzbischof Eberhard von Regensberg Tittmoning zur Stadt und ließ die Burg befestigen. Als salzburgische Stadt mit Handelsprivilegien blühte sie vor allem durch den Austausch mit dem ländlichen Umland. Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelte sich hier ein kleines, aber bedeutendes Kunstzentrum mit namhaften Baumeistern und Künstlern.
Die Burg Tittmoning, bereits im 12. Jahrhundert urkundlich belegt, prägt bis heute das Stadtbild. Ihr markanter Bau mit der Schlosskapelle St. Michael und die spätgotische Kollegiatkirche St. Laurentius sind ebenso sehenswert wie der harmonische Stadtplatz im typischen Inn-Salzach-Stil. Das Rathaus mit seiner barocken Prunkfassade und die beiden Tortürme verleihen dem Ort einen besonderen Charme. Regelmäßige Veranstaltungen wie das historische Burgfest und moderne Kunstprojekte wie das Feldkunstwerk „Feuersalamander“ bereichern das kulturelle Leben. Persönlichkeiten wie der Jurist Ortolph Fuchsperger oder der Gründer der Bartholomäer-Gemeinschaft, Bartholomäus Holzhauser, sind mit Tittmoning verbunden.