Topoľčany liegt im westlichen Teil der Slowakei, eingebettet im oberen Nitratal, das zum Donauhügelland gehört. Die Stadt wird von den Gebirgszügen Inowetz und Tribetz umgeben und durchflossen von der Nitra, in die im Süden der Chotina mündet. Das Stadtzentrum befindet sich auf einer Höhe von etwa 174 Metern und ist rund 36 Kilometer von Nitra entfernt, während Bratislava etwa 108 Kilometer entfernt liegt. Die Stadt umfasst neben dem Hauptort auch die eingemeindeten Ortsteile Malé Bedzany und Veľké Bedzany.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr als Tupulchan, abgeleitet vom slowakischen Wort für Pappel. Im 13. Jahrhundert ließen sich deutsche Siedler nieder, und die Familie Csák übernahm die Herrschaft über die Gegend. Eine Burg entstand im Inowetzgebirge, weit entfernt von der flachen Landschaft der Stadt. Nach wechselnden Besitzverhältnissen und Zerstörungen durch Hussiten, antihabsburgische Aufstände und türkische Angriffe entwickelte sich Topoľčany zu einem Handelszentrum, besonders für Safran und Lebensmittel. Die jüdische Gemeinde prägte im 18. Jahrhundert den Handel, bis die Stadt im 19. Jahrhundert durch eine Zuckerfabrik und den Anschluss an die Eisenbahn weiter wuchs.
Die Stadt besticht durch historische Bauwerke wie die katholische Kirche aus dem 18. Jahrhundert, die nach Zerstörungen wiederaufgebaut wurde, sowie die Renaissance-Schlossanlage von Tovarníky. Die Ruine der Burg Topoltschan thront nordwestlich der Stadt im Inowetzgebirge. Topoľčany brachte bedeutende Persönlichkeiten hervor, darunter Fußballer wie Jozef Marko und Miroslav Šatan, den Eishockeyspieler Ľubomír Višňovský sowie den heutigen slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico. Der lokale Eishockeyclub HC Topoľčany spielt in der zweithöchsten Liga des Landes.