Třebíč erstreckt sich beidseitig der Jihlava im Böhmisch-Mährischen Hochland auf etwa 405 Metern Höhe. Die Stadt entwickelte sich zu einem bedeutenden wirtschaftlichen, politischen, administrativen und kulturellen Zentrum Südwestmährens. Besonders bekannt ist sie für ihr Jüdisches Viertel und die Basilika, die seit 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1101, als ein Benediktinerkloster gegründet wurde. Dieses Kloster gehörte zu den wohlhabendsten im Reich der Přemysliden und prägte die kirchliche Verwaltung. Im 13. Jahrhundert entstand eine romanisch-gotische Kirche, die später zur Basilika St. Prokop geweiht wurde. Die Siedlung erhielt 1277 Stadtrechte, und im 14. Jahrhundert wurde eine Stadtmauer errichtet. Das Judenviertel ist seit 1338 belegt, doch die Stadt erlitt in den Hussitenkriegen und durch Eroberungen schwere Zerstörungen. Trotz Bränden und Kriegen blieben einige spätgotische Häuser und die Kirche des Heiligen Martin erhalten.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Basilika und das Jüdische Viertel das Stadtbild. Die Basilika vereint romanische und gotische Stilelemente und wurde nach Schäden im 18. Jahrhundert barock überformt. Das Schloss entstand aus der ehemaligen Abtei und beherbergt heute ein Museum. Der Karlsplatz mit seiner barocken und renaissancezeitlichen Bebauung ist ein zentraler Ort. Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Vítězslav Nezval wirkten hier, und die Stadt pflegt Partnerschaften mit Oschatz, Lilienfeld und weiteren Städten.