Trevoux liegt am rechten Ufer der Saône, wo der Fluss Formans mündet, etwa zwanzig Kilometer nördlich von Lyon. Die Stadt breitet sich auf einem steilen Schuttkegel aus und markiert den südwestlichen Rand des Départements Ain, direkt an der Grenze zum Département Rhône.
Erstmals erwähnt wird der Ort im Vertrag von Verdun aus dem Jahr 843, als die Saône eine natürliche Grenze zwischen dem Königreich Frankreich und dem Römisch-deutschen Reich bildete. Im 13. Jahrhundert profitierte Trevoux vom Wegzoll der Saône-Schiffer, und Ende des 14. Jahrhunderts erhielt es eine Burg und Stadtmauer. 1400 wurde es Hauptstadt der Herrschaft Dombes, und 1696 verlegte man das Parlement de Dombes von Lyon hierher. Im 18. Jahrhundert erlangte die Stadt Bekanntheit durch das von Jesuiten herausgegebene Nachschlagewerk „Le Dictionnaire et les Mémoires der Trévoux“.
Die Burgruine aus dem 13. und 14. Jahrhundert thront über der Stadt und bietet einen weiten Blick über das Saônetal, die Dombes und das Beaujolais. Das ehemalige Parlement de Dombes mit seinen prächtigen Fresken und Holzvertäfelungen beherbergt heute ein Zivilgericht. Einst ein Zentrum der Gold- und Silberdrahtherstellung, bewahrt die Stadt diese Tradition in einer Ausstellung über Drahtzieherei. Die Hängebrücke über die Saône verbindet Trevoux mit Quincieux und ist ein beliebtes Bauwerk der Region.