Triesen liegt im Südwesten Liechtensteins, eingebettet zwischen dem Rätikon und der Rheinebene. Der Ort breitet sich am Fuss eines Bergsturzes aus, der einst die Landschaft prägte, und reicht bis in die höchsten Lagen des Landes hinauf. Mit dem Grauspitz erreicht die Gemeinde ihren höchsten Punkt. Im Norden grenzt sie an Vaduz, im Süden an Balzers, während im Westen schweizerisches Gebiet beginnt.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Bronzezeit, als Menschen hier trotz drohender Naturgefahren Siedlungen errichteten. Später hinterließen Römer ihre Spuren, darunter eine Strasse und Gutshöfe. Die alemannische Zuwanderung ab dem 7. Jahrhundert prägte den Ort nachhaltig, wie Flurnamen belegen. Die erste urkundliche Erwähnung fällt ins Jahr 1208, als das Dorf bereits als wichtiger Verkehrsweg zwischen Bodensee und Bündner Pässen diente.
Heute ist Triesen vor allem für seine landschaftliche Vielfalt bekannt. Die Gemeinde bewahrt historische Bauwerke wie die St.-Mamerta-Kapelle, die an die einstigen Herren von Trisun erinnert. Die umliegenden Alpen Lawena, Wang und Valüna zeugen von der traditionellen Alpwirtschaft, während das Lawenatal als einziges liechtensteinisches Hochtal ins Rheintal mündet. Regelmäßige Naturereignisse wie Föhnstürme und Muren prägten die Geschichte des Ortes ebenso wie die enge Verbindung zu den Walsern am Triesenberg.