Tychy liegt in der Woiwodschaft Schlesien im Süden Polens und ist Teil der Metropolregion Oberschlesien-Kohlenbecken. Die Stadt ist bekannt für ihre Brauereien, die Automobilindustrie und den Sportverein GKS Tychy. Sie liegt nahe dem Paprotzaner See und den beskidischen Wäldern, was ihr ein grünes, stadtnahes Umfeld verleiht.
Die Geschichte Tychys reicht bis in die Altsteinzeit zurück, wie Funde auf dem Friedhof im Stadtteil Cielmice zeigen. Im 9. Jahrhundert gehörte die Region zum Mährerreich, später zum Königreich Polen. 1336 wurde Tychy ein Lehen Böhmens und damit Teil des Heiligen Römischen Reiches. Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1467, als der Ort noch als Straßendorf galt. Im 17. Jahrhundert entstanden Brauerei, Eisenhütte und Ziegelei, 1685 wurde ein Jagdschloss erbaut, das heute als Tagungszentrum dient. Nach wechselnden Herrschaften kam Tychy 1922 zu Polen und erhielt 1933 die Stadtrechte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt planmäßig im Stil des Realsozialismus ausgebaut.
Tychy prägt vor allem die größte polnische Brauerei Tyskie, die seit 1629 besteht und heute zum Konzern Kompania Piwowarska gehört. Die Automobilindustrie mit Werken von Fiat und Ford macht die Stadt zu einem wichtigen Standort der Branche. Kulturell bietet Tychy das Rehabilitationszentrum am Paprotzaner See, die Hochschule für Management und Sozialwesen sowie regelmäßige Veranstaltungen wie den Schlesischen Gitarrenherbst. Berühmt ist auch die Bluesrockband Dżem und der Sportverein GKS Tychy. Zu den Persönlichkeiten der Stadt zählen der Bildhauer August Kiß und der Lyriker Józef Krupiński.