Uetersen liegt im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein, wo sich die Geestlandschaft der Hamburger Ring zur Seestermüher Marsch hin absenkt. Der Ort erstreckt sich entlang der Pinnau, deren Ufer die Altstadt prägt. Die Landschaft reicht von flachen Deichwiesen nahe dem Meeresspiegel bis zu kleinen Hügeln im Waldgebiet Langes Tannen, wo der höchste Punkt achtzehn Meter erreicht. Die Stadt grenzt im Norden an Heidgraben und Groß Nordende, im Osten an Tornesch, im Süden an Moorrege und Appen sowie im Westen an Neuendeich.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Uetersen um 1234 als „Utersten“, vermutlich benannt nach seiner Lage am äußersten Rand der Geest zur Marsch hin. Die Geschichte des Ortes ist von Sturmfluten geprägt, darunter die Cäcilienflut 1412 und die Weihnachtsflut 1717, die weite Teile überschwemmten. Auch eine Windhose im Jahr 1925 richtete schwere Schäden an. Archäologische Funde wie ein römischer Bundschuh aus dem 3. Jahrhundert und slawische Keramikscherben deuten auf frühe Besiedlung hin.
Uetersen ist bekannt für seinen langen Hauptstraßenzug, der sich aus einer alten Heerstraße entwickelte und heute das historische Zentrum bildet. Im Norden begrenzt ein Wald mit Sanddünen das Stadtgebiet, das als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen ist. Straßennamen wie Bergstraße oder Sandweg erinnern an die einstige Dünenlandschaft. Die Stadt verbindet ländlichen Charme mit städtischer Infrastruktur und liegt in der Metropolregion Hamburg.