Unterhaching liegt südlich von München am Rand des Perlacher Forsts, zwischen den Gemeinden Taufkirchen und Ottobrunn. Die Gemeinde besteht nur aus dem Hauptort und zählt zu den größten im Landkreis, ohne selbst Stadtrechte zu besitzen.
Frühe Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Bronzezeit zurück, doch der Name Haching taucht erstmals im Jahr 806 in einer Schenkungsurkunde auf. Damals übertrug ein Abt seinen Besitz an das Kloster Schäftlarn. Die Kirche St. Korbinian, noch heute das älteste Bauwerk des Ortes, entstand um 1310. Jahrhundertelang prägten Klöster die Gegend, was sich im Gemeindewappen widerspiegelt. Bis ins frühe 20. Jahrhundert blieb Unterhaching ein bäuerliches Dorf, das vor allem durch seine mechanische Krippe bekannt war.
Heute verbindet die Gemeinde ländliche Tradition mit modernem Wohnen. Ein Freibad am Hachinger Bach lädt im Sommer zum Verweilen ein. Die Geschichte des Ortes war auch von politischen Umbrüchen geprägt, etwa während der Räterepublik oder der NS-Zeit, die hier besonders dokumentiert ist. Die Nähe zu München macht Unterhaching zu einem gefragten Wohnort.