Ursberg liegt im schwäbischen Teil Bayerns, eingebettet in die sanfte Hügellandschaft des Mindeltals. Der Ort schmiegt sich an den westlichen Hang des Flusstals, wo die Kleine Mindel vorbeifließt. Nur wenige Kilometer entfernt liegt Krumbach, während sich im Westen Bayersried nahtlos anschließt. Seit Jahrzehnten sind die beiden Orte durch ihre Bebauung zusammengewachsen.
Erstmals taucht Ursberg im Jahr 1104 in einer Urkunde auf, als ein Wernher von Ursberg erwähnt wird. Der Name deutet auf einen Berg hin, der einem Ur oder Auerochsen gehörte – eine spätere Deutung als Bär erwies sich als Irrtum. Im Mittelalter prägten Adelsgeschlechter wie die Auersperg oder die Edelfreien von Schwabegg die Gegend, deren Spuren sich bis heute in Legenden und Wappen finden. Eine Burg stand einst auf dem Michelsberg, bevor sie vermutlich im Lauf der Zeit verschwand.
Heute ist Ursberg vor allem durch sein Kloster bekannt, das mit seiner barocken Klosterkirche und romanischen Elementen beeindruckt. Die Wallfahrtskirche Heilig Kreuz in Mindelzell zieht Besucher an, während die spätgotischen Bildwerke in Oberrohr Kunstinteressierte begeistern. Persönlichkeiten wie der Theologe Joseph Bernhart oder der Gründer der Behinderteneinrichtungen Dominikus Ringeisen haben hier gewirkt. Das Ringeisen-Gymnasium und das Dominikus-Ringeisen-Werk prägen das geistige und soziale Leben der Gemeinde.