Uzès liegt auf einem etwa 145 Meter hohen Kalksteinplateau in Südfrankreich, umgeben von den Städten Alès, Avignon und Nîmes. Durch das Gebiet fließt der Fluss Alzon, und das Klima ist gemäßigt warm mit ganzjährigem Regen. Die Region gehörte historisch zu Septimanien.
Erste Spuren einer Besiedlung stammen aus keltischer Zeit, als hier ein Oppidum namens Ucetia entstand. Nach der römischen Eroberung entwickelte sich der Ort weiter, wurde im 4. oder 5. Jahrhundert Bischofssitz und blieb dies trotz zahlreicher Krisen bis zur Französischen Revolution. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit erlebte Uzès wirtschaftliche Blütezeiten, etwa durch die Textilherstellung im 17. und 18. Jahrhundert.
Die Stadt besticht durch historische Bauwerke wie die ehemalige Kathedrale Saint-Théodorit mit ihrem markanten Tour Fenestrelle, den Herzogspalast und barocke Kirchen. Auch das Haribo-Museum zieht Besucher an. Persönlichkeiten wie der Maler Nicolas Froment oder der Nationalökonom Charles Gide prägten die Stadt, und der deutsche Schriftsteller Peter Kurzeck lebte hier bis zu seinem Tod.