Vergiate liegt im Süden der Provinz Varese, eingebettet im Tal des Ticino und geschützt durch den Parco Lombardo Valle del Ticino. Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von etwa 22 Quadratkilometern und umfasst mehrere Ortsteile wie Cimbro, Corgeno und Sesona. Im Umkreis finden sich Nachbarorte wie Somma Lombardo und Golasecca, während die Stadt Varese nur wenige Kilometer entfernt ist.
Erstmals urkundlich erwähnt wird Vergiate im 14. Jahrhundert, als es zur Pieve von Somma gehörte. Über Jahrhunderte stand der Ort unter dem Einfluss mächtiger Familien wie den Visconti und später den Castelbarco-Visconti. Die Verwaltung wechselte zwischen verschiedenen Lehnsherren, bis Vergiate schließlich Teil des Königreichs Italien wurde. Im 19. und 20. Jahrhundert wuchs die Gemeinde durch Eingemeindungen wie Corgeno und Cimbro.
Besonders sehenswert sind die romanische Kirche San Gallo und die Pfarrkirche San Martino mit ihrem barocken Altar. Auch die mittelalterlichen Türme von Corgeno und die Mühle della Colombara prägen das Bild. Persönlichkeiten wie der Maler Enrico Baj und der Radrennfahrer Pietro Giudici stammen von hier. Die Nähe zum Flughafen und zur Autobahn macht Vergiate zudem verkehrstechnisch gut angebunden.