Vevey liegt am Nordostufer des Genfersees im Kanton Waadt, eingebettet zwischen dem Mont Pèlerin im Nordwesten und dem Alpenrand im Südosten. Die Stadt erstreckt sich auf einem flachen Schwemmkegel, den die Veveyse über Jahrtausende an ihrer Mündung in den See aufgeschüttet hat. Ihr Gemeindegebiet umfasst auch einen schmalen Uferabschnitt mit mehreren Anlegestellen und einem Bootshafen. Die Altstadt schmiegt sich direkt ans Seeufer, während sich im Osten Hügel wie Charmonthey erheben. Die höchste Erhebung liegt bei 500 Metern, nur wenige hundert Meter von den dicht bebauten Wohnvierteln entfernt.
Bereits in der Bronzezeit war das Gebiet besiedelt, wie Funde von Pfahlbauten und einem Gräberfeld belegen. In römischer Zeit lag Vevey an einer wichtigen Handelsroute entlang des Genfersees und trug Namen wie Vibisco oder Viviacum. Im Mittelalter entwickelte es sich unter savoyischer Herrschaft zu einem bedeutenden Handelsplatz am See. Nach der bernischen Eroberung wurde Vevey Sitz einer Vogtei, bevor es 1798 Teil des helvetischen Kantons Léman wurde. Im 19. Jahrhundert erlebte die Stadt durch Industrie und Fremdenverkehr einen rasanten Aufschwung, der bis heute prägend ist.
Vevey ist vor allem als Hauptsitz des Lebensmittelkonzerns Nestlé bekannt, der hier seit seiner Gründung 1866 seinen Sitz hat. Die Altstadt mit ihren engen Gassen und historischen Gebäuden zieht Besucher an, ebenso wie das milde Klima und die sonnige Lage an der Waadtländer Riviera. Die Stadt ist eng mit ihren Nachbarorten verwachsen und bildet mit Montreux und den umliegenden Gemeinden einen zusammenhängenden Ballungsraum. Kulturell bereichert wird das Bild durch Feste und Veranstaltungen, die das städtische Leben prägen.