Vienne liegt am linken Ufer der Rhône, etwa 30 Kilometer südlich von Lyon. Die Stadt wird von fünf Bergen umgeben, darunter der Mont Salomon mit einer mittelalterlichen Schlossruine und der Mont Pipet, auf dem die Kapelle Notre-Dame de Pipet steht. Östlich erstreckt sich die Hügellandschaft der Balmes viennoises.
Erste Spuren einer Besiedlung stammen aus der Jungsteinzeit, später wurde die Stadt von den keltischen Allobrogern geprägt und zur Hauptstadt erhoben. Nach der römischen Eroberung wurde Vienne unter Kaiser Caligula zur Kolonie und entwickelte sich zur zweiten Hauptstadt Südgalliens. Im Mittelalter war sie zeitweise Hauptstadt des Königreichs Burgund und später der Dauphiné, bevor sie 1450/51 an Frankreich angeschlossen wurde.
Bekannt ist Vienne für seine gut erhaltenen römischen Bauwerke wie den Tempel des Augustus und der Livia, das große römische Theater und einen Doppelbogen. Das Theater, einst eines der größten Galliens, wird heute für Freilichtaufführungen genutzt. Die gotische Kathedrale Saint-Maurice entstand über Jahrhunderte und prägt das Stadtbild.