Viterbo liegt in Mittelitalien, eingebettet im Hügelland Tusziens zwischen dem Bolsenasee und dem Vicosee. Die Stadt erstreckt sich über ein Gelände, das vom tiefsten Punkt bei 86 Metern bis zu den höchsten Lagen bei 896 Metern über dem Meer reicht. Mit Rom ist sie durch die Via Cassia verbunden, während sie sich in der Erdbebenzone 3 befindet, die als wenig gefährdet gilt.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die etruskische Zeit zurück, wie Funde wie die Stadtmauer am Dom oder ein Bucchero-Hähnchen belegen. Später wurde sie von den Römern erobert und entwickelte sich dank ihrer Lage an der Via Cassia zu einem bedeutenden Ort. Durch die Pippinische Schenkung kam Viterbo an den Papst, und im Mittelalter wurde es zwischen dem Heiligen Römischen Reich und dem Papsttum umkämpft. Mehrere Päpste residierten hier, weshalb die Stadt auch „Stadt der Päpste“ genannt wird.
Heute prägen mittelalterliche Bauwerke das Bild, darunter der Palazzo dei Papi und der Palazzo dei Priori. Die Altstadt gehört zu den am besten erhaltenen ihrer Art in Mittelitalien. Ein besonderes Ereignis war das längste Konklave der Geschichte, das hier stattfand. Die Stadt ist zudem Sitz der Universität Tuscia und eines Bistums.