Všeruby liegt in Westböhmen am Rande des Pilsner Beckens, umgeben von sanften Hügeln. Der 464 Meter hohe Martinsberg überragt die Stadt, auf dessen Gipfel sich Reste einer alten Burg befinden. Etwa fünfzehn Kilometer nordwestlich von Pilsen gelegen, erstreckt sich die Gemarkung über rund 33 Quadratkilometer. Zu Všeruby gehören mehrere Ortsteile wie Chrančovice und Kokořov, die sich in die hügelige Landschaft einfügen.
Die ersten Spuren des Ortes reichen bis ins zwölfte Jahrhundert zurück, als eine Kirche und eine Burg erwähnt wurden. Im Lauf der Jahrhunderte wechselten die Besitzer mehrfach, darunter Adelsfamilien wie die Guttensteiner. Die Burg verlor im sechzehnten Jahrhundert ihre Bedeutung und verfiel. Bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts stand der Ort unter der Herrschaft Kunějovice. Nach dem Ersten Weltkrieg fiel Všeruby an die Tschechoslowakei, doch während des Zweiten Weltkriegs gehörte es zum Deutschen Reich. Die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung nach 1945 führte zu einem starken Rückgang der Einwohnerzahl und zum Verlust des Stadtrechts, das erst 2012 wieder verliehen wurde.
Die Stadt bewahrt mehrere historische Bauwerke, darunter eine gotische Pfarrkirche aus dem vierzehnten Jahrhundert und eine barocke Kapelle auf dem Friedhof. Die Überreste der Burg auf dem Martinsberg zeugen von der mittelalterlichen Vergangenheit. Mehrere Persönlichkeiten wurden hier geboren, darunter der Bildhauer Franz Metzner und die Schauspielerin Carola Braunbock. Die landschaftliche Umgebung mit ihren sanften Hügeln und Wäldern prägt bis heute das Bild der Stadt.