Wandlitz liegt im brandenburgischen Barnim, eingebettet zwischen Wäldern und Seen. Die namensgebende Siedlung entstand am Wandlitzer See, während die heutige Gemeinde aus neun ehemaligen Dörfern besteht. Nachbarorte wie Bernau und Schorfheide grenzen im Osten und Norden an das Gebiet, während Berlin im Süden nah ist.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im 13. Jahrhundert, als Markgrafen ihn an ein Kloster verkauften. Nach schweren Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg erholte sich der Ort langsam. Der Bau der Heidekrautbahn um 1900 brachte neuen Aufschwung, als sich Künstler und wohlhabende Bürger am See niederließen. Später prägte die Waldsiedlung am Ortsrand das Bild, eine abgeschirmte Wohnanlage für DDR-Funktionäre.
Heute ist Wandlitz bekannt für seine Villenkolonien und das Strandbad am See. Das Bahnhofsgebäude aus den 1920er Jahren und das erweiterte Rathaus zeigen die architektonische Vielfalt. Ein Jugendparlament und regelmäßige Bürgerbefragungen stärken das Gemeinschaftsgefühl. Das Gemeindewappen erinnert an den slawischen Ursprung des Namens, der „Tal“ oder „Schlucht“ bedeutet.