Weggis liegt am Südwesthang der Rigi, wo sich der Vierwaldstättersee zu einer weiten Bucht ausdehnt. Das Dorf breitet sich auf einer ebenen Uferzone aus, die früher nur aus Ober- und Unterdorf bestand. Heute gliedert sich die Siedlung in mehrere Quartiere wie Rain und Laugneri, während am Hang darüber Weiler wie Bannholz und Säntiberg entstanden sind. Ganz im Südwesten ragt die Halbinsel Hertenstein ins Wasser, und hoch über dem Ort thront auf dem Rigihang das Luftkurort Rigi Kaltbad. Die Landschaft ist im Westen und der Mitte meist kahl, doch der östliche Teil ist dicht bewaldet, etwa mit dem Chilewald nahe der Kirche.
Die ersten Spuren reichen bis ins frühe Mittelalter zurück, als das Kloster Pfäfers hier einen Hof besaß. Der Name geht auf keltische Wurzeln zurück und bedeutet „Ort der Fährleute“. Urkundlich taucht Weggis erstmals 1116 auf, als Papst Paschalis II. dem Kloster Besitzrechte bestätigte. Lange stand der Ort unter wechselnder Herrschaft, bis die Luzerner 1380 die Kontrolle übernahmen. Die Bewohner wehrten sich wiederholt gegen die Stadt, doch erst 1798 endete die Abhängigkeit. Wirtschaftlich lebte der Ort lange von der Landwirtschaft, bis der Fremdenverkehr im 19. Jahrhundert an Bedeutung gewann.
Heute prägt das milde Seeklima mit mediterranen Pflanzen wie Palmen und Kastanien das Bild. Das Wahrzeichen der Gemeinde ist ein rotes Wappen mit einem weißen Fisch, der als Egli gedeutet wird. Rigi Kaltbad lockt mit Bergbahnen und Panoramablick, während das Dorf selbst mit Hotels und Bildungseinrichtungen wie Hotelfachschulen Besucher anzieht. Die Bevölkerung spricht einen eigenen Dialekt, der dem Schwyzerischen ähnelt.