Weinfelden liegt im Kanton Thurgau, am Fuss des Ottenbergs, wo die Thur vorbeifließt. Die Kleinstadt ist nicht nur politische Gemeinde, sondern auch Hauptort ihres Bezirks und übernimmt zentrale Funktionen für den Kanton, etwa als Sitz der Thurgauer Kantonalbank und des Verwaltungsgerichts. Mit seiner Lage abseits der Kantonshauptstadt Frauenfeld bildet es ein wichtiges regionales Zentrum.
Schon in römischer Zeit gab es hier eine Brücke über die Thur, die auf einen frühen Handelsplatz hindeutet. Der Name erscheint erstmals 838 in einer Urkunde als „Quivelda“, was so viel wie „Winis Feld“ bedeutet. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten Adels- und Patriziergeschlechter die Herrschaft über den Ort, darunter die Fugger und die Freiherren von Gemmingen. Weinfelden spielte eine Schlüsselrolle in der Befreiung des Thurgaus von eidgenössischer Untertanenschaft und wurde später zum Schauplatz liberaler Verfassungsbestrebungen.
Heute prägen historische Bauwerke wie die neuromanische Stadtkirche mit ihrer Jugendstil-Ausstattung das Bild. Die Stadt ist eng mit Persönlichkeiten wie Paul Reinhart und Thomas Bornhauser verbunden, deren Wirken in Porträts und Denkmälern gewürdigt wird. Als wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit einem großen Bahnhof verbindet Weinfelden verschiedene Bahnlinien und ist zudem Sitz bedeutender Institutionen wie der Thurgauer Kantonalbank.