Weinsberg liegt im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs, etwa fünf Kilometer östlich von Heilbronn. Eingebettet zwischen Neckar und Löwensteiner Bergen breitet sich das Weinsberger Tal aus, das von der Sulm und ihren Zuflüssen geformt wird. Die Stadt selbst erstreckt sich vor allem im Tal des Stadtseebachs, eines kleinen Sulm-Zuflusses. Im Norden und Osten ragen die bewaldeten Höhenzüge der Löwensteiner Berge auf, während im Westen die Heilbronner Berge anschließen. Der tiefste Punkt der Gemarkung liegt an der Sulm, der höchste auf einem Nordhang des Reisbergs.
Die Wurzeln Weinsbergs reichen bis ins frühe 11. Jahrhundert zurück, als die Burgruine Weibertreu entstand. Doch bereits Kelten und Römer hinterließen Spuren in der Region, darunter eine keltische Silbermünze aus dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert. Über Jahrhunderte prägte der Weinbau das Leben der Stadt, die sich um das Jahr 1200 als Siedlung entwickelte. Die Burgruine erinnert an die legendären Treuen Weiber von Weinsberg, die 1140 ihre zum Tode verurteilten Männer retteten und der Stadt den Beinamen Weibertreustadt einbrachten.
Heute ist Weinsberg ein zentraler Ort des Weinsberger Tals mit einer gut ausgebauten Infrastruktur. Die Burgruine Weibertreu thront über der Stadt und gilt als Wahrzeichen. Der Weinbau spielt weiterhin eine wichtige Rolle, unterstützt durch das milde Klima der geschützten Tallage. Die Stadt verbindet historische Bauten wie die Johanneskirche, die aus dem Schilfsandstein der Region errichtet wurde, mit moderner Entwicklung. Eingemeindungen wie Gellmersbach, Grantschen und Wimmental erweiterten das Stadtgebiet, das sich heute wie ein unregelmäßiges Kreuz über die Landschaft erstreckt.