Weinstadt liegt im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg, etwa fünfzehn Kilometer östlich von Stuttgart. Das Stadtgebiet erstreckt sich beiderseits der Rems, die hier aus dem Remstal kommend ins Neckarbecken fließt. Während die meisten Stadtteile südlich des Flusses liegen, befindet sich Großheppach auf der nördlichen Seite. Die Landschaft ist geprägt von Weinbergen an den Hängen des Schurwaldes und des Schwäbischen Waldes, wo in allen Ortsteilen Weinbau betrieben wird.
Die heutigen Stadtteile Beutelsbach, Endersbach, Großheppach, Schnait und Strümpfelbach blicken auf eine lange Geschichte zurück. Sie gehörten im Hochmittelalter zum Herzogtum Schwaben und gelangten später unter württembergische Herrschaft. Endersbach wurde erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt, Schnait bereits 1238. Die Orte waren über Jahrhunderte protestantisch geprägt, doch durch Zuwanderung entstanden später auch katholische Gemeinden. Die heutige Stadt Weinstadt entstand 1975 durch den Zusammenschluss mehrerer Gemeinden und erhielt 1976 die Stadtrechte.
Weinstadt ist bekannt für seine Weinberge und die traditionelle Kelterkultur. Die Altstadt von Beutelsbach beherbergt die Gemeindeverwaltung und gilt als zentraler Ort. In Endersbach prägt die Eisenbahn seit dem 19. Jahrhundert das Bild, während Schnait und Strümpfelbach mit ihren historischen Keltern und alten Ortskernen überzeugen. Die Stadt bildet ein Unterzentrum für die Region und ist umgeben von einer abwechslungsreichen Landschaft aus Weinbergen und Wäldern.