Weißenthurm liegt am linken Rheinufer zwischen Andernach und Koblenz, gegenüber der Stadt Neuwied. Die Stadt ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde und gilt als Grundzentrum in Rheinland-Pfalz.
Der Ort verdankt seinen Namen dem Weißen Turm, einem mittelalterlichen Wohn- und Zollturm aus dem frühen 15. Jahrhundert, der an einer wichtigen Handelsstraße stand. Zuvor hieß die Siedlung „Platzenborn“, bis 1663 der Trierer Erzbischof das Marktrecht verlieh und den Namen Weißenthurm prägte. Lange gehörte der Ort kirchlich zu Kärlich, bis er 1808 zu Kettig kam und 1872 schließlich eine eigene Pfarrei wurde. Die heutige Kirche entstand 1836 bis 1839 nach Plänen von Johann Claudius von Lassaulx.
Bekannt ist Weißenthurm für den Weißen Turm und das General-Hoche-Denkmal, das an eine historische Rheinüberquerung erinnert. Ein Heimatmuseum im Turm zeigt die Stadtgeschichte. Der Bahnhof mit seinem klassizistischen Empfangsgebäude zeugt von der Bedeutung der Eisenbahn. Die Stadt wurde 1966 zur Stadt erhoben und ist heute ein lebendiger Ort mit katholischer und evangelischer Gemeinde, deren Gemeindezentrum nach dem Widerstandskämpfer Paul Schneider benannt ist.