Weitersfeld liegt im Norden Niederösterreichs, wo das waldreiche Waldviertel in die fruchtbaren Ebenen des Weinviertels übergeht. Die Gemeinde breitet sich auf einer Hochfläche aus, durchzogen von Bächen wie dem Prutzendorfer Bach und der Fugnitz, die das Land entwässern. Die Landschaft steigt von 390 Metern im Nordosten bis zu 486 Metern auf den Höhen von Feuerberg, Kühberg und Hartberg an. Fast drei Viertel der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, während ein Viertel bewaldet ist.
Frühe Spuren zeigen, dass Menschen hier schon in der Jungsteinzeit lebten. Im elften Jahrhundert rodeten bayerische Siedler das Land, und der Name könnte auf slawische Wurzeln oder einen germanischen Begriff für Ackerland zurückgehen. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Weitersfeld im zwölften Jahrhundert, als Markgraf Leopold III. auf Einkünfte aus dem Ort verzichtete. Das Marktrecht erhielt der Ort Ende des fünfzehnten Jahrhunderts, begleitet von einem Wappenbrief. Im sechzehnten Jahrhundert verbreiteten sich protestantische Ideen, doch nach dem Dreißigjährigen Krieg und der Vertreibung der Juden durch Kaiser Leopold I. verlor der Markt an wirtschaftlicher Kraft.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild: das Schloss Fronsburg, einst eine mittelalterliche Burg, später zum Renaissanceschloss umgebaut, beherbergt heute eine Adelsfamilie. Die katholische Pfarrkirche St. Martin und die Wallfahrtskirche Maria im Gebirge sind weitere bedeutende Denkmäler. Persönlichkeiten wie der Musikverleger Sigmund Anton Steiner oder die Umweltökonomin Sigrid Stagl haben hier ihre Wurzeln. Die Gemeinde verbindet ländliche Tradition mit moderner Infrastruktur und liegt verkehrsgünstig an der Thayatal Straße.