Weitra liegt im nördlichen Niederösterreich, eingebettet im waldreichen Gebiet des Waldviertels. Der Ort erstreckt sich im Tal der Lainsitz, umgeben von ausgedehnten Wäldern, die mehr als zwei Fünftel des Gemeindegebiets bedecken. Die Stadt ist Teil des Bezirks Gmünd und umfasst zwölf Ortschaften, darunter Brühl, Großwolfgers und Spital.
Die Geschichte Weitras reicht bis ins frühe 13. Jahrhundert zurück, als die Kuenringer mit Hadmar II. eine Burgstadt oberhalb der älteren Siedlung Altweitra gründeten. Der Name leitet sich vermutlich von einem slawischen Gründer namens Vit ab, was sich auch im tschechischen Beinamen Vitoraz widerspiegelt. Nach wechselnden Besitzverhältnissen zwischen Böhmen und Habsburgern wurde Weitra 1581 an die Familie Fürstenberg übertragen, die bis heute die Schlossanlage besitzt. Die Stadt prägten über Jahrhunderte Brauereien und später die Textilindustrie, doch ihre Randlage an der Grenze zu Böhmen und die fehlende Anbindung an wichtige Verkehrswege setzten der Entwicklung Grenzen.
Heute ist Weitra vor allem für seine historischen Bauwerke bekannt, darunter die mittelalterliche Stadtbefestigung mit dem Oberen Tor und das Schloss Weitra mit seinem Schlosstheater. Die Stadt pflegt eine lange Brautradition, die in der heutigen Bierwerkstatt Weitra weiterlebt. Wanderwege wie der Ostösterreichische Grenzlandweg und das Gabrielental laden zu Ausflügen ein, während die Kuenringer-Kaserne die Stadt als Garnisonsort ausweist. Persönlichkeiten wie Klara Hitler, die hier geboren wurde, oder der Maler Günter Wolfsberger verbinden Weitra mit überregionaler Geschichte.