Wimbledon liegt etwa elf Kilometer südwestlich des Londoner Zentrums und gehört zum Bezirk London Borough of Merton. Der Stadtteil ist von Grünflächen wie dem Wimbledon Common geprägt, einer historischen Allmende, die bis heute erhalten blieb. Bekannt ist der Ort vor allem als Austragungsort der berühmten Wimbledon Championships.
Die Geschichte Wimbledons reicht bis in die Eisenzeit zurück, als auf dem Common ein Hillfort entstand. Erste schriftliche Erwähnung findet sich in einem Dokument von 967 unter dem Namen Wimbedounyng. Im Mittelalter wechselte das Rittergut Wimbledon mehrfach den Besitzer, darunter an Thomas Arundel und Heinrich VIII., bevor es schließlich in den Besitz der Spencer-Familie überging. Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelte sich der Ort durch wohlhabende Zuwanderer und prunkvolle Gutshäuser wie das Wimbledon Park House zu einem bevorzugten Wohngebiet der Londoner Oberschicht.
Wimbledon ist heute vor allem als Zentrum des Tennissports weltweit bekannt. Die traditionsreichen Wimbledon Championships finden seit 1877 statt und ziehen jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Daneben prägen historische Bauten wie das Hillfort auf dem Common und das Wimbledon Park House das Bild. Der Ort verbindet ländlichen Charme mit städtischer Infrastruktur und bleibt durch seine grünen Flächen und kulturellen Veranstaltungen ein beliebter Stadtteil Londons.