Windisch liegt im Schweizer Kanton Aargau, eingebettet zwischen der Aare im Norden und der Reuss im Osten, dort wo die beiden Flüsse zusammenfließen. Die Gemeinde ist Teil des Bezirks Brugg und grenzt direkt an den Bezirkshauptort Brugg. Ihre Landschaft wird geprägt von Flussschleifen, bewaldeten Hügeln und einer schmalen Hochterrasse, auf der sich Teile der Siedlung erstrecken. Mit Höhenlagen zwischen 328 und 468 Metern über dem Meer ist das Gebiet abwechslungsreich. Die Gemeinde ist mit Nachbarorten wie Gebenstorf und Hausen zu einer zusammenhängenden Siedlung verwachsen.
Der Name Windisch taucht bereits in antiken Quellen als Vindonissa auf und verweist auf eine lange Geschichte. Schon die Kelten nutzten den Geländesporn zwischen den Flüssen als befestigte Siedlung, bevor die Römer hier ein Legionslager errichteten. Dieses Lager war über Jahrhunderte ein bedeutender Militärstützpunkt und entwickelte sich zeitweise zu einer zivilen Siedlung. Später prägte das Kloster Königsfelden die Region, das als Stiftung der Königswitwe Elisabeth entstand. Im Mittelalter gehörte Windisch zum Einflussbereich der Habsburger, bevor es unter Berner Herrschaft geriet.
Heute ist Windisch vor allem als Standort des römischen Legionslagers Vindonissa und des Klosters Königsfelden bekannt. Das Vindonissa-Museum in Brugg bewahrt die reichen Funde aus der Römerzeit. Das ehemalige Kloster beherbergt eine psychiatrische Klinik und erinnert an die mittelalterliche Geschichte. Die Gemeinde ist zudem Sitz einer Fachhochschule und durch ihre Lage im Wasserschloss der Schweiz ein Ort mit besonderem historischen und geografischen Reiz.