Winterthur liegt in der Nordostschweiz am Zusammenfluss von Eulach und Töss, eingebettet zwischen sieben bewaldeten Hügeln wie Eschenberg und Lindberg. Die Stadt wird oft als Tor zur Ostschweiz bezeichnet und bildet trotz der Nähe zu Zürich, das etwa 20 Kilometer südwestlich liegt, eine eigenständige Agglomeration. Im Süden öffnet sich das Tösstal als beliebtes Erholungsgebiet, während im Norden das landwirtschaftlich geprägte Zürcher Weinland anschließt. Mit einem Waldanteil von über 40 Prozent ist Winterthur eine der grünsten Städte der Schweiz.
Die Stadt erhielt 1264 das Stadtrecht durch die Habsburger, doch ihre Wurzeln reichen weiter zurück: Die Grafen von Kyburg gelten als eigentliche Gründer. Im 19. und 20. Jahrhundert prägten Industrieunternehmen wie Sulzer, SLM und Rieter das Bild, die heute noch als Nachfolgeorganisationen vertreten sind. Nach dem Wandel zur Dienstleistungsstadt ist Winterthur heute ein Zentrum für Bildung, Kultur und Freizeit mit 16 Museen und einem der meistfrequentierten Bahnhöfe der Schweiz.
Winterthur trägt den Beinamen „Gartenstadt“, geprägt durch die Stadtplanung der Zwischenkriegszeit, die viele private Gärten und Grünflächen schuf. Der Stadtplaner Albert Bodmer entwarf 1926 einen Zonenplan nach englischem Vorbild, der bis heute das Stadtbild prägt. In den sieben Stadtkreisen wie Oberwinterthur oder Seen leben unterschiedliche Gemeinschaften mit eigenem Charakter fort. Die umliegenden Wälder, Weinberge und das Tösstal bieten Erholungsmöglichkeiten direkt vor der Haustür.