Wolfenbüttel liegt in Niedersachsen, eingebettet zwischen Harz und Heide, etwa zwölf Kilometer südlich von Braunschweig. Die Stadt wird von der Oker durchflossen, die hier die Altenau aufnimmt, und ist umgeben von Wäldern wie dem Oderwald im Süden und dem Elm-Lappwald im Osten. Mit Höhen zwischen 74 und 179 Metern über dem Meeresspiegel erstreckt sie sich über eine Fläche von rund 78 Quadratkilometern und ist geprägt von ausgedehnten Waldflächen.
Die Wurzeln Wolfenbüttels reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, als sich ein Siedler namens Wulferus an einer Furt über die Oker niederließ. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1118 als Wulferesbutle, doch bereits im 13. Jahrhundert wurde die Siedlung unter Heinrich dem Wunderlichen zur Residenzfestung ausgebaut. Im 15. Jahrhundert wurde Wolfenbüttel ständige Residenz der Herzöge zu Braunschweig und Lüneburg, bis die Stadt 1542 durch Truppen des Schmalkaldischen Bundes zerstört wurde.
Die Stadt ist bekannt für ihre historische Altstadt mit der Hauptkirche „Beatae Mariae Virginis“ als Mittelpunkt und den Stadtteilen Heinrichstadt, Juliusstadt und Auguststadt, die im 16. und 17. Jahrhundert entstanden. Besonders sehenswert sind die Reste des Grachtensystems in der Heinrichstadt, das von Hans Vredeman de Vries entworfen wurde. Wolfenbüttel war zudem Kandidat für die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste und beherbergt heute eine Fachhochschule sowie bedeutende Kirchenbehörden.