Wolfstein liegt im Nordwesten der Pfalz, eingebettet im Nordpfälzer Bergland, das auch „Königsland“ genannt wird. Die Stadt befindet sich zwischen Idar-Oberstein und Kaiserslautern und wird von der Lauter durchflossen, die von kleineren Bächen wie dem Selbach, Roßbach und Breitbach gespeist wird. Im Stadtgebiet erheben sich markante Berge wie der Königsberg und der Eisenknopf. Mit einer Fläche von rund 14 Quadratkilometern grenzt Wolfstein an mehrere Nachbargemeinden und ist als staatlich anerkannter Erholungsort sowie Grundzentrum ausgewiesen.
Die Stadt wurde 1275 auf Geheiß von König Rudolf I. von Habsburg gegründet und erhielt sogleich Stadtrecht. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte Wolfstein mehrfach die Herrschaft: Zunächst unterstand es den Pfalzgrafen, später den Kurfürsten der Pfalz, bevor es nach der Französischen Revolution zeitweise unter französischer Verwaltung stand. Nach dem Wiener Kongress fiel die Region an Bayern, bis sie schließlich 1939 dem Landkreis Kusel zugeordnet wurde. Im 19. Jahrhundert prägte das Wandermusikantentum die Stadt, und viele Bewohner wanderten nach Amerika aus. 1969 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Roßbach eingemeindet.
Wolfsteins historischer Kern mit den Ruinen der Burgen Alt-Wolfstein und Neu-Wolfstein, das Kalkbergwerk am Königsberg und das Kriegerdenkmal in Roßbach zählen zu den denkmalgeschützten Ensembles. Das Kalkbergwerk gilt als bedeutendes Industriedenkmal und kann besichtigt werden. Die Stadt ist zudem durch die Lautertalbahn erschlossen, deren Bahnhof zu den wichtigsten der Strecke gehört. Eine Partnerschaft verbindet Wolfstein seit 2000 mit der französischen Stadt Verdun-sur-le-Doubs.