Tour · Splitsko-dalmatinska županija · leicht

Split: Eine Kirche in der Wachstube über dem Goldenen Tor

Sieben Kirchen in Split, die auf engem Raum zeigen, wie die Stadt im Diokletianpalast wuchs: eine Kapelle in der Wachstube über dem Goldenen Tor, das Mausoleum des Kaisers, das zur Kathedrale wurde, mittelalterliche Kirchen, eine Franziskanerkirche, die als „Kleines Pantheon“ gilt, und eine Vorstadtkirche, die für die Festungsmauern weichen musste. Die Runde führt vom Westen der Riva in die Mitte des Palastes. Rund 19 Minuten reine Gehzeit (Luftlinie, 3,5 km/h), mit Aufenthalten rund 1,7 Stunden. Die tatsächliche Gehstrecke ist länger als die Luftlinie; die längste Teilstrecke (Heilig-Kreuz-Kirche – Gospe od Zdravlja) misst 296 Meter Luftlinie. Hinweis: Die Stationen beschreiben auch das Innere; Zugang und Öffnungszeiten bitte vor Ort erfragen.

Split: Eine Kirche in der Wachstube über dem Goldenen Tor
VitVit CC BY-SA 4.0
Dauer
1 Std. 43 Min.
Länge
1,1 km
Stationen
7
Schwierigkeit
leicht

7 Stationen. Ein zusammenhängender Weg.

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01

Franziskanerkirche und -kloster: ein „Kleines Pantheon“

Kirche und Kloster stehen am westlichen Ende der Riva, am Beginn des Viertels Veli Varoš, an der Stelle einer frühchristlichen Kirche des heiligen Felix, eines Märtyrers, der 304 in Salona während der Verfolgung unter Diokletian starb. 1237 kamen die Franziskaner nach Split und gründeten bei der alten Kirche ein Kloster. Nach der Legende hat der heilige Franziskus von Assisi es selbst gegründet. Im Kandischen Krieg (1645 bis 1669) wurde das Kloster teilweise zerstört, sein Baumaterial wurde für die Befestigungsmauern gegen die Osmanen verwendet. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es erneut abgerissen und 1908 in seiner heutigen äußeren Gestalt gebaut; der Glockenturm entstand 1902.

Das Kloster trägt den Ehrentitel „Kleines Pantheon des kroatischen Volkes“: Hier sind der Chronist Toma Arhiđakon (1200 bis 1268), der Dichter Marko Marulić (1450 bis 1534), der Komponist Ivan Lukačić und der Dichter Jerolim Kavanjin begraben, außerdem der Politiker Ante Trumbić.

Vor Ort: Im Kreuzgang steht der Sarkophag Trumbićs, ein Werk von Ivan Meštrović; das gemalte Kruzifix stammt von Blaž Jurjev Trogiranin aus dem Jahr 1450. Zur Heilig-Kreuz-Kirche sind es 173 Meter Luftlinie.

02

Heilig-Kreuz-Kirche: ein Gotteshaus wird für die Festung abgerissen

Veli Varoš, die westliche Vorstadt außerhalb der Stadtmauern, wird erstmals 1439 in der Matrikel der Bruderschaft vom Heiligen Kreuz erwähnt. Die Pfarre wurde am 27. Januar 1625 gegründet. Die erste Pfarrkirche, 1261 als Sveta Marija de Moris urkundlich genannt, steht nicht mehr: Sie wurde 1657 auf Befehl der venezianischen Behörden abgerissen, weil sie auf der Trasse der neuen westlichen Stadtbefestigung gegen die Türken lag. Erhalten blieben ein gemaltes Kruzifix und eine Pietà.

Die heutige Kirche entstand 1854 an der Stelle einer von 1679 bis 1684 gebauten älteren Kirche. Oben an der Fassade sitzt die Pietà, ein gotisches Relief des 15. Jahrhunderts von der ersten Kirche. Das Kruzifix gilt seit jeher als wundertätig; bei der Restaurierung 1971 stellte man fest, dass es romanisch ist und im 13. Jahrhundert von einem einheimischen Meister gemalt wurde.

Vor Ort: Der Altar der Gospe od Zdravlja wurde 1731 zur Zeit der Pest gebaut. Zu Gospe od Zdravlja sind es 296 Meter Luftlinie, die längste Teilstrecke der Runde.

Heilig-Kreuz-Kirche: ein Gotteshaus wird für die Festung abgerissen
VitVit CC BY-SA 4.0
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Gospe od Zdravlja: eine Barockkirche, die ein Modernist ersetzte

Das bekannte Marienheiligtum, die Franziskanerkirche und das Kloster Gospe od Zdravlja (Unserer Lieben Frau von der Gesundheit), steht an der Nordseite des Trgs Gaje Bulata, östlich des Nationaltheaters. Die barocke Kirche des 18. Jahrhunderts wurde Anfang der 1930er-Jahre abgerissen, an ihrer Stelle entstand 1937 nach dem Entwurf des Zagreber Architekten Lavoslav Horvat eine neue Kirche im modernistischen Stil. Sie ist 22 Meter breit, 36 Meter lang und 12,5 Meter hoch.

Vom alten Bau blieb der barocke Glockenturm erhalten. Das Klostergebäude wurde Anfang der 1990er-Jahre erweitert, als eine Pinakothek gebaut wurde.

Vor Ort: Das Fresko „Christus König“ hinter dem Altar malte 1959 Ivo Dulčić. Zur Heilig-Geist-Kirche sind es 181 Meter Luftlinie.

Gospe od Zdravlja: eine Barockkirche, die ein Modernist ersetzte
János Tamás CC BY 2.0
04

Heilig-Geist-Kirche: nach der Kirche heißt das Viertel

Die mittelalterliche Kirche im nordwestlichen Teil des historischen Stadtkerns gehörte zu einem größeren Baukomplex, dessen Reste man noch erahnen kann. Sie wurde im 11. Jahrhundert im vorromanischen Stil an der Stelle einer älteren einschiffigen Kirche mit Halbapsis errichtet. Bis 1342 hatte sich die Stadt nach Westen ausgedehnt und das Gebiet der Kirche mit ihren Mauern umschlossen. Nach der Kirche wurde das ganze Stadtviertel benannt, und hier hatte eine der bekanntesten Bruderschaften der Stadt ihren Sitz.

Im 14. Jahrhundert wurde die Kirche gründlich umgebaut: Das Schiff wurde in der Frühgotik nach Osten um 1,75 Meter verlängert, eine neue viereckige Apsis mit Spitzbogengewölbe angebaut und das Gebäude erhöht. Zwei romanische Christusreliefs sind erhalten, eines am Hofportal, eines an der Westwand.

Vor Ort: In der Kirche gibt es einen barocken vergoldeten Tabernakel und das Grabmal des Splitter Künstlers Andrija Aleši (1425 bis 1505). Zur Kirche Gospe od Dobrića sind es 131 Meter Luftlinie.

Heilig-Geist-Kirche: nach der Kirche heißt das Viertel
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Gospe od Dobrića: Ikone aus Klis

Die griechisch-katholische Kirche nahe dem Voćni trg wurde 1868 im neuromanischen Stil von Kanonikus Ivan Manger nach Plänen des Architekten Emil Vecchietti errichtet. Das Viertel Dobrić hat seinen Namen von einer Quelle trinkbaren („guten“) Wassers in der Nähe. Die nördliche und östliche Fassade sind mit den Nachbarhäusern verbunden.

Auf dem Marmoraltar von 1877 steht die Ikone der Gospe Kliške, die nach dem Fall der Festung Klis 1537 in die ältere Kirche an dieser Stelle gebracht wurde. Deshalb wird die neue Kirche auch Uskokenkirche genannt. Nach Jahren mit gelegentlichen Gottesdiensten erhielt die Križevci-Eparchie die Kirche 2021 zur dauernden Nutzung; seither besteht hier die griechisch-katholische Pfarre „Christus der Erlöser“, in der fast täglich Gottesdienst nach östlichem Ritus gefeiert wird.

Vor Ort: Die Kirche wurde 1987 erneuert. Zur Kathedrale sind es 189 Meter Luftlinie.

Gospe od Dobrića: Ikone aus Klis
VitVit CC BY-SA 4.0
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Kathedrale des heiligen Domnius: ein Kaisergrab wird Bischofskirche

Die Kathedrale im Diokletianpalast am Peristyl ist dem heiligen Domnius geweiht und gilt als eine der ältesten Kathedralen der katholischen Kirche. Sie wurde ursprünglich als Mausoleum des Kaisers Diokletian gebaut. Im 7. Jahrhundert zerstörten Awaren und Slawen Salona; die Überlebenden flüchteten auf die Inseln, ein Großteil kehrte später zurück und bevölkerte den verlassenen Kaiserpalast. Das Mausoleum wurde in eine christliche Kirche umgewandelt, die heidnischen Symbole und der Sarkophag des Kaisers wurden entfernt. Aus den zerstörten Basiliken in Salona brachte man die Gebeine der Märtyrer Domnius, des ersten Bischofs von Salona, und Anastasius in den Palast.

1214 vollendete der einheimische Meister Andrija Buvina das große Tor aus Nussholz mit 28 Szenen aus dem Leben Jesu. Links vom Eingang steht die sechskantige Kanzel, 1257 ein Geschenk der Fürstin Kolafisa, aus schwarzem und grünem Porphyr, der aller Wahrscheinlichkeit nach vom zerstörten Sarkophag Diokletians stammt.

Vor Ort: Die Kathedrale hat die Form eines Oktogons mit einem überdachten Peripteros; 24 Marmorsäulen tragen korinthische Kapitelle. Zur Martinskirche sind es 130 Meter Luftlinie.

Kathedrale des heiligen Domnius: ein Kaisergrab wird Bischofskirche
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Martinskirche: eine Kirche in der Wachstube

Die Kirche liegt in einem Hohlraum der Westmauer über der Porta Aurea des Diokletianpalastes und gehört zu den ältesten Kirchen der Stadt. Zur Zeit Diokletians war der Raum ein schmaler Gang (1,64 Meter breit, 10 Meter lang), der als Wachstube diente; er wurde irgendwann im 6. Jahrhundert in eine Kirche umgewandelt, als viele Flüchtlinge aus der Umgebung in den Palast kamen. Eine Inschrift am Türsturz erwähnt den Priester Dominic. Der Archäologe Frane Bulić datierte sie ins 9. Jahrhundert unter Herzog Trpimir I.; demnach baute der Kaplan Dominic die ehemalige Wachstube zu einer Kirche um, die der Jungfrau Maria, Gregor I. und Martin von Tours geweiht war.

Am 4. März 852 stellte Trpimir in Biaći eine lateinische Urkunde aus, in der er sich „Herzog der Kroaten“ nannte und sein Reich „Regnum Chroatorum“; darin hielt er den Beschluss fest, eine Kirche, möglicherweise diese Martinskirche, und das erste Benediktinerkloster Kroatiens in Rižinice zu bauen.

Vor Ort: Die Kirche ist bekannt für ihre feine Chorschranke aus dem 11. Jahrhundert und wird von Dominikanerinnen betreut. Die Runde endet hier.

Martinskirche: eine Kirche in der Wachstube
Mark Ahsmann CC BY-SA 3.0

Gut ankommen. Entspannt zurück.

Startpunkt
Franziskanerkirche
Ziel
Kirche des heiligen Martin

Die Stationen im Überblick.

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Quellen

Diese Tour ist ein Vorschlag von UbiBene und stellt kein Angebot im Sinne eines Reisebüros dar – keine Pauschalreise, keine Buchung, keine Vermittlung von Reiseleistungen.