Franziskanerkirche und -kloster: ein „Kleines Pantheon“
Kirche und Kloster stehen am westlichen Ende der Riva, am Beginn des Viertels Veli Varoš, an der Stelle einer frühchristlichen Kirche des heiligen Felix, eines Märtyrers, der 304 in Salona während der Verfolgung unter Diokletian starb. 1237 kamen die Franziskaner nach Split und gründeten bei der alten Kirche ein Kloster. Nach der Legende hat der heilige Franziskus von Assisi es selbst gegründet. Im Kandischen Krieg (1645 bis 1669) wurde das Kloster teilweise zerstört, sein Baumaterial wurde für die Befestigungsmauern gegen die Osmanen verwendet. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es erneut abgerissen und 1908 in seiner heutigen äußeren Gestalt gebaut; der Glockenturm entstand 1902.
Das Kloster trägt den Ehrentitel „Kleines Pantheon des kroatischen Volkes“: Hier sind der Chronist Toma Arhiđakon (1200 bis 1268), der Dichter Marko Marulić (1450 bis 1534), der Komponist Ivan Lukačić und der Dichter Jerolim Kavanjin begraben, außerdem der Politiker Ante Trumbić.
Vor Ort: Im Kreuzgang steht der Sarkophag Trumbićs, ein Werk von Ivan Meštrović; das gemalte Kruzifix stammt von Blaž Jurjev Trogiranin aus dem Jahr 1450. Zur Heilig-Kreuz-Kirche sind es 173 Meter Luftlinie.






