Aalen liegt eingebettet im Tal des oberen Kochers, dort wo die Schwäbische Alb ihre östliche Begrenzung findet. Die Stadt breitet sich in der als Aalener Bucht bekannten Senke aus, umgeben von den sanften Erhebungen der Ellwanger Berge im Norden und den Ausläufern des Albuchs im Südwesten. Der Kocher durchzieht das Gebiet von Süden nach Norden und nimmt dabei die Aal auf, bevor er die Stadt in Richtung Norden verlässt. Mit rund 430 Metern über dem Meeresspiegel liegt der Marktplatz im Herzen der Stadt, während die Landschaft im Umland bis auf über 700 Meter ansteigt.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die Zeit zwischen 1241 und 1246 zurück, als neben einem alamannischen Dorf ein neues städtisches Zentrum entstand. Im 14. Jahrhundert erhielt Aalen den Status einer Reichsstadt, doch ein verheerender Brand im 17. Jahrhundert zerstörte große Teile der Bebauung. Später wurde die Stadt zur württembergischen Oberamtsstadt erhoben und entwickelte sich zu einem wichtigen Standort für Maschinenbau, Optik und Textilindustrie. Heute prägt auch die Hochschule für Technik und Wirtschaft das Bild, an der zahlreiche Studierende eingeschrieben sind.
Aalen ist nicht nur durch seine geologische Bedeutung bekannt, denn hier wurde die erdgeschichtliche Stufe des Aaleniums definiert. Die Stadt wirbt damit als „Mekka der Geologen“, da ihr Untergrund alle drei lithostratigraphischen Gruppen des Süddeutschen Juras aufweist. Historisch wertvolle Bauwerke wie das Rathaus und die Stadtkirche zeugen von der Wiederaufbauphase nach dem Brand. Die umliegenden Hügel und Täler bieten zudem reiche Fossilienfunde, die auf eine bewegte Erdgeschichte hinweisen.