Adršpach liegt eingebettet im Braunauer Bergland nahe der polnischen Grenze, wo der Adršpašský potok durch eine markante Felsenlandschaft fließt. Westlich erhebt sich der Qualische Riegel, während im Osten der Holsterberg mit seiner markanten Höhe aufragt. Die Gemeinde grenzt im Norden an Libná und im Osten an Teplice nad Metují, während jenseits der Grenze polnische Orte wie Okrzeszyn liegen.
Die Siedlung entstand vermutlich im 13. Jahrhundert während der Kolonisation des Braunauer Ländchens. Eine Burg wurde erstmals erwähnt, doch nach den Hussitenkriegen zerstört. Später entstand ein Renaissance-Schloss, das bis ins 20. Jahrhundert im Besitz einer Adelsfamilie blieb. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die deutschen Bewohner vertrieben, und die Gemeinde verlor einen Großteil ihrer Einwohner. Erst 1949 wurden die beiden Ortsteile vereinigt.
Heute ist Adršpach vor allem für seine spektakuläre Felsenstadt bekannt, die auch Johann Wolfgang von Goethe besuchte. Das Schloss beherbergt heute Ausstellungen zum Bergsteigen und Klettersport. Ein historischer Fachwerkbau aus dem 17. Jahrhundert und ein Kreuzweg ergänzen das touristische Angebot. Wirtschaftlich prägt ein Werk des Automobilzulieferers Continental die Gemeinde.