Aggtelek liegt im Norden Ungarns, nur einen Kilometer von der slowakischen Grenze entfernt. Die Gemeinde befindet sich im Kreis Putnok und gehört zum Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén. In der Nähe liegt der Eingang zu den Baradla-Höhlen, einem der bedeutendsten Tropfsteinhöhlensysteme des Landes, das unterirdisch mit der slowakischen Domica-Höhle verbunden ist. Die nächsten Orte sind Jósvafő und Trizs, während die Stadt Szendrő etwa zwanzig Kilometer entfernt liegt.
Erstmals erwähnt wurde Aggtelek im Jahr 1295 unter dem Namen „Ogogteluk“. Nach der Mongolenzeit war das Gebiet lange unbewohnt, bis es wieder besiedelt wurde. Ein Großfeuer zerstörte 1858 weite Teile der Siedlung, und im Zweiten Weltkrieg richteten Kriegshandlungen schwere Schäden an. Früher gehörte Aggtelek zum Bezirk Tornalja im Komitat Gömör és Kishont.
Aggtelek ist vor allem für seine Natursehenswürdigkeiten bekannt, darunter der Aggteleker Karst und die Baradla-Domica-Höhlen, die zum UNESCO-Weltnaturerbe zählen. Zu den kulturellen Highlights gehören eine reformierte Kirche aus dem 13. Jahrhundert, ein Glockenturm von 1804 und ein Heimatmuseum. Der Nationalpark Aggtelek zieht Besucher an, und auch die Partnerschaften mit italienischen und slowakischen Gemeinden unterstreichen die internationale Bedeutung des Ortes.