Allentsteig liegt im hügeligen Waldviertel Niederösterreichs, etwa 15 Kilometer nordöstlich von Zwettl entfernt. Auf 550 Metern Seehöhe erstreckt sich die Stadtgemeinde über 71 Quadratkilometer, von denen mehr als ein Drittel bewaldet ist. Die Landschaft ist geprägt von ausgedehnten Wäldern und sanften Erhebungen, die das Bild der Region bestimmen.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Zeit Karls des Großen zurück, als Franken hier angesiedelt wurden. Später schenkten die Babenberger das Gebiet den Kuenringern, die eine Burg errichteten und um 1430 das heutige Schloss bauten. Der Ort trug einst den Namen „Adeloldstige“ und entwickelte sich über die Jahrhunderte zum heutigen Allentsteig. Nach der Revolution von 1848/49 erhielt die Stadt ein Bezirksamt, doch ihre heutige Bekanntheit verdankt sie vor allem dem Truppenübungsplatz, der nach dem „Anschluss“ Österreichs angelegt wurde und zur Umsiedlung mehrerer Dörfer führte.
Besonders sehenswert ist das Schloss Allentsteig, das mit seiner Geschichte und Architektur beeindruckt. Die katholische Pfarrkirche zum heiligen Ulrich und der Hagersche Freihof zählen ebenfalls zu den kulturellen Highlights. Der Truppenübungsplatz prägt nicht nur die Wirtschaft, sondern auch das öffentliche Leben, während Persönlichkeiten wie der Musiker Franz Liftl oder die Beachvolleyball-Spielerinnen Doris und Stefanie Schwaiger aus der Gemeinde stammen.