Windigsteig liegt im nördlichen Teil des Waldviertels in Niederösterreich, einer Region mit ausgedehnten Wäldern und sanften Hügeln. Die Gemeinde erstreckt sich über etwa 25 Quadratkilometer, wobei rund ein Fünftel davon bewaldet ist. Sie gehört zum Bezirk Waidhofen an der Thaya und ist von weiteren Orten wie Schwarzenau und Waidhofen umgeben.
Die ersten Spuren einer Besiedlung reichen bis in die frühen Jahrhunderte nach Christus zurück, als illyrisch-keltische Gruppen hier lebten. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Windigsteig im Jahr 1281, doch einige Ortsteile wie Matzlesschlag oder Meires tauchen bereits früher in historischen Quellen auf. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem Markt, der seit 1377 diesen Status trägt. Besonders bekannt war der Ortsteil Rafingsberg als Wallfahrtsort, der bis ins 18. Jahrhundert Pilger anzog. Später prägten ein Spital in Markl und ein Internierungslager während des Ersten Weltkriegs das Geschehen.
Heute beeindruckt Windigsteig mit historischen Bauwerken wie der barocken Pfarrkirche St. Laurentius, die vermutlich auf eine gotische Stiftung zurückgeht. Teile ihrer Ausstattung stammen von der aufgelassenen Wallfahrtskirche Rafingsberg. Auch die Ruine der Kirche in Rafingsberg zeugt von der einstigen Bedeutung des Ortes. Schloss Grünau und Schloss Meires, ein Renaissancebau, zählen zu den weiteren Sehenswürdigkeiten. Persönlichkeiten wie der Barockmaler Jakub Antonín Pink oder der Architekt Leopold Wißgrill stammen aus Windigsteig.