Almuñécar liegt an der Küste Andalusiens, wo die Costa Tropical beginnt, ein schmaler Küstenstreifen zwischen Nerja und Motril. Der Ort breitet sich an der Mündung des Río Verde aus und hat mit La Herradura einen westlichen Nachbarort, der heute zu ihm gehört. Das Klima ist mediterran bis subtropisch, mit über dreihundert Sonnentagen im Jahr und milden Temperaturen, die selten unter zwölf Grad fallen.
Seine Wurzeln reichen bis in die phönizische Zeit zurück, als hier die Siedlung Sexi entstand. Später gehörte die Stadt zur römischen Provinz Baetica und bewahrt noch heute Überreste eines Aquädukts. Unter maurischer Herrschaft trug sie den Namen al-Munakkab und soll nach einer Legende der Ort gewesen sein, an dem der Umayyade Abd ar-Rahman 755 erstmals andalusischen Boden betrat.
Heute ist Almuñécar vor allem als beliebter Ferienort bekannt, der im Sommer viele Besucher anlockt. Die Stadt lebt auch vom Anbau subtropischer Früchte wie Avocados und Mangos. Mit 26 Stränden und einer ausgezeichneten Infrastruktur zieht sie Touristen an, während Bauwerke wie das Castillo de San Miguel und die Kirche Parroquia de la Encarnación das historische Erbe bewahren.