Amstetten liegt im Westen Niederösterreichs, im Mostviertel, wo die Ybbs durch die Landschaft fließt und die Neustadtler Platte von der Böhmischen Platte trennt. Die Stadt ist von üppigen Bauernlandschaften umgeben und liegt an wichtigen Verkehrswegen wie der Westautobahn und der Westbahn. Mit mehreren Bächen und der Url, die kurz vor der Stadt in die Ybbs mündet, ist die Region wasserreich. Die Ybbs durchschneidet das Stadtgebiet und trennt einige Ortsteile wie Allersdorf und Greinsfurth vom Rest.
Die Gegend war schon in der Jungsteinzeit besiedelt, und im Stadtteil Mauer finden sich römische Funde, darunter ein bedeutender Schatz aus dem 3. Jahrhundert. Amstetten selbst wurde erstmals im 12. Jahrhundert als Markt erwähnt, der Name leitet sich vermutlich von „Amtstätte“ ab. Die Stadt entwickelte sich an einer alten Römerstraße und war immer wieder von Kriegen und Plünderungen betroffen, etwa durch die Ungarn oder die Türken. Erst im 16. Jahrhundert erholte sie sich langsam von den Zerstörungen.
Heute ist Amstetten ein wirtschaftliches Zentrum mit einer gotischen Stadtpfarrkirche St. Stephan, deren Nordteil zu den ältesten erhaltenen Bauten gehört. Die Ybbs, einst durch Industrie belastet, ist heute wieder ein beliebter Naherholungsraum. Die Stadt ist Sitz der Bezirkshauptmannschaft und prägt mit ihrer Lage zwischen Alpenvorland und Böhmischer Platte das westliche Mostviertel.