Ardagger liegt im Mostviertel in Niederösterreich, zwischen Donau und hügeliger Landschaft, wo das Auengebiet bei Hochwasser oft überflutet wird. Ein Schutzdamm schützt den Markt, der auch als Tor zum Strudengau gilt. Die Gemeinde besteht aus vier Ortschaften: Ardagger Markt, Ardagger Stift, Kollmitzberg und Stephanshart.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 823 als „ad artagrum“, ein bebauter Acker, der dem Bischof von Passau gehörte. 1049 gründete Kaiser Heinrich III. hier ein Stift, das bis 1784 bestand. Der Markt erhielt 1256 Marktrechte und später eine eigene Gerichtsbarkeit. Die heutige Gemeinde entstand 1970 durch Zusammenlegung mehrerer Orte.
Das ehemalige Stift Ardagger und die drei Pfarrkirchen prägen das Bild. Die Moststraße führt durch die Region, wo Mostbirnbäume und Heurigen zum Verweilen einladen. Eine Donaubrücke bei Tiefenbach verbindet Ardagger mit Grein, und ein Hafen bietet Anlegemöglichkeiten. Die Donau brachte einst Wohlstand durch Schifffahrt und Handel, was sich im Wappen widerspiegelt.