Andau liegt im Burgenland am nordwestlichen Rand der Pannonischen Tiefebene, wo das Klima besonders sonnenreich ist. Die Gemeinde befindet sich auf einer Höhe von 119 Metern, doch im Gebiet gibt es auch einen Teich, der mit 113 Metern Seehöhe als tiefster Punkt Österreichs gilt. Landwirtschaft prägt die Umgebung, und das Gemeindegebiet gehört zum Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1487 unter dem Namen Zantho, abgeleitet vom ungarischen Wort für „Acker“. Bis 1921 gehörte Andau zu Ungarn, bevor es nach dem Ersten Weltkrieg Österreich zugesprochen wurde. Ein prägendes Ereignis war 1956, als über 70.000 Flüchtlinge über die Brücke von Andau den Einser-Kanal überquerten, um vor dem Ungarischen Volksaufstand zu fliehen. Die Brücke wurde später gesprengt und später wiederaufgebaut.
Die Gemeinde ist bekannt für ihre historische Pfarrkirche aus dem 18. Jahrhundert und eine Dreifaltigkeitssäule aus der Zeit um 1920. Ein weiterer Anziehungspunkt ist der große Windpark Andau/Halbturn mit fast 80 Anlagen, der zu den leistungsstärksten Europas zählt. Persönlichkeiten wie die Schauspielerin Jenny Groß oder der Künstler Franz Gyolcs stammen aus Andau.