Ankara liegt im Herzen Anatoliens auf etwa 900 bis 1050 Metern Höhe, umgeben vom Köroğlu-Gebirge im Norden und dem Konya-Plateau im Süden. Zwei kleine Bäche, der Hatip Çayı und der Çubuk Çayı, fließen durch die Stadt und vereinigen sich zum Ankara-Fluss, der jedoch größtenteils überbaut und stark verschmutzt ist. Das Klima ist kontinental mit heißen Sommern, kalten schneereichen Wintern und geringen Niederschlägen, was die Stadt zu einem der trockensten Gebiete der Türkei macht.
Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis in die phrygische Zeit zurückreicht. Unter den Römern wurde sie Hauptstadt der Provinz Galatien und entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum. Später stand sie unter byzantinischer, seldschukischer und osmanischer Herrschaft, bevor sie 1923 zur Hauptstadt der Republik Türkei erklärt wurde. Ankara war einst ein blühender Handelsort an der persischen Königsstraße und profitierte von seiner strategischen Lage.
Heute ist Ankara das politische und wirtschaftliche Herz der Türkei mit bedeutenden Industriezweigen wie Rüstungsproduktion und Autobusfertigung. Die Stadt vereint moderne Architektur mit historischen Bauwerken wie der Zitadelle, dem Augustustempel und der Kocatepe-Moschee. Politisch und kulturell prägend war Mustafa Kemal Atatürk, dessen Erbe in der Stadtplanung und in Gebäuden wie dem Parlamentshaus sichtbar ist. Trotz rasanter Entwicklung bleibt die Frage nach einem passenden Stadtwappen ein umstrittenes Thema.