Apolda liegt in der Mitte Thüringens, eingebettet in eine flachhügelige Kulturlandschaft am Rand des Thüringer Beckens. Die Stadt wird von der Ilm durchflossen, die im Nordwesten des Stadtgebiets verläuft, und liegt etwa fünfzehn Kilometer von Jena und Weimar entfernt. Mit rund 205 Metern Höhe über dem Meeresspiegel ist Apolda Teil eines Städtedreiecks, zu dem auch Naumburg gehört.
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1119 als Appolde. Lange Zeit war Apolda eine kleine Ackerbürgerstadt, bis im 18. Jahrhundert das Glockengießen und die Strickwarenherstellung an Bedeutung gewannen. Ein entscheidender Aufschwung folgte 1846 mit dem Bau der Thüringer Bahn, die die Textilindustrie förderte und Apolda zeitweise zur wichtigsten Industriestadt in Sachsen-Weimar-Eisenach machte. Später prägte die Automobilproduktion die Stadt, als die Firma A. Ruppe & Sohn hier bis 1927 Fahrzeuge unter den Marken Apollo und Piccolo herstellte.
Heute ist Apolda vor allem als „Glockenstadt“ bekannt, eine Tradition, die über 250 Jahre zurückreicht. Ein weiteres Wahrzeichen ist das Dobermann-Denkmal, das an die Zucht dieser Hunderasse erinnert, die hier ihren Ursprung nahm. Die Stadt verbindet historische Bauten mit einer lebendigen Industriekultur und liegt in einer von landwirtschaftlichen Flächen und sanften Hügeln geprägten Umgebung.